You are currently browsing the category archive for the 'europawahl 2009 südtirol' category.
Ladiner schlagen Perathoner vor
SVP-Ladina: „Nach 60 Jahren erstmals einen Ladiner wählen“ / „Perathoner ist idealer Kandidat“
Christoph Perathoner, SVP-Ortsobmann von Wolkenstein und SVP-Obmann des Bezirkes Bozen Stadt und Land, soll der SVP-Kandidat für die EU-Wahlen im Juni sein: Dies ist der einstimmige Beschluss des Verbindungsausschusses der SVP-Ladina, der nun schriftlich bei der Parteispitze deponiert wurde.
Die SVP-Ladina befasste sich auf der jüngsten Sitzung des Verbindungsausschusses zwischen der SVP-Gröden und der SVP-Gadertal eingehend mit den Wahlen zum Europäischen Parlament – und kam zu einem einstimmigen Schluss: „Wir sind der Auffassung, dass der SVP-Vertreter im EU-Parlament diesmal ein Ladiner sein soll“, heißt es in einem Schreiben, das von nicht weniger als 16 maßgeblichen Ladinervertretern unterzeichnet ist: von SVP-Obmannstellvertreterin Paola Bioc Gasser und Landesrat Florian Mussner über die Gebietsobmänner der beiden Täler, Christian Agreiter und Stefan Runggaldier, bis hin zu politischen Größen wie Hugo Valentin und Franz Demetz, Vertretern der ladinischen SVP-Jugend, der SVP-Frauen, SVP-Senioren und den Bürgermeistern.
„Seit der Gründung der SVP als Sammelpartei der deutschen und ladinischen Volksgruppe hatte noch nie ein Ladiner ein parlamentarisches Amt inne – es ist höchst an der Zeit und diesmal eine besonders gute Gelegenheit, einen ladinischen Vertreter in ein Parlament zu entsenden“, stellt Bioc Gasser fest. Dafür sprächen gleich mehrere Gründe: „Die SVP hat in ihren Programmen mehrfach festgeschrieben, dass sie für ein Europa der Völker und Regionen eintritt: für ein Europa, in dem sich Volksgruppen und Minderheiten frei in ihrer Identität und Kultur entfalten können – wer könnte für diese Politik ein besseres lebendes Zeugnis sein als die Ladiner?“
Die Ladiner hätten in Vergangenheit immer wieder bewiesen, dass sie diese Politik der SVP mittragen – und seien zur SVP gestanden, obwohl sie selbst nie einen parlamentarischen Auftrag bekommen haben. „Bei allen Wahlen – und gerade auch bei den jüngsten Landtagswahlen – haben wir Ladiner bewiesen, dass wir dem Edelweiß treu sind. Nun ist es die beste Gelegenheit für die SVP, ihrerseits ihre Solidarität und ehrliche Verbundenheit gegenüber den Ladinern unter Beweis zu stellen“, bekräftigt Christian Agreiter, Gebietsobmann des Gadertales.
In Christoph Perathoner habe man zudem einen geradezu idealen Kandidaten gefunden: „Perathoner ist seit über 15 Jahren für die SVP ehrenamtlich aktiv und hat sich in zahlreichen Gremien durch Fleiß, engagierte Mitarbeit und Kompetenz hervorgetan“, erklärt der Grödner Gebietsobmann Stefan Runggaldier. Zudem verfüge er über eine ausgesprochene Europa-Kompetenz: „Perathoner hat nach seinen Universitätsabschlüssen in Rechts- und Politikwissenschaften weiterführende Studien zum Europarecht betrieben, was ihm Anerkennung als Europarechtler in Südtirol und darüber hinaus eingebracht hat. Zudem konnte er als Rechtsanwalt und wissenschaftlicher Publizist schon zahlreiche Fragen auch im Zusammenhang mit der Südtirol-Autonomie erörtern und klären.“
Die Ladinervertreter zeigen sich überzeugt, dass „wir diesmal mit Christoph Perathoner einen jungen, hervorragend qualifizierten und vor allem engagierten Kandidaten aufstellen, der beide Volksgruppen unter dem Edelweiß bestens vertreten könnte“, ist Ewald Moroder überzeugt, Bürgermeister der größten ladinischen Gemeinde, St. Ulrich. Dazu brauche die ladinische Minderheit jedoch die Solidarität der gesamten SVP: „Wir ersuchen den Parteiobmann und den Landeshauptmann, die Bezirksobleute und alle Funktionäre des ganzen Landes, uns in unserem Anliegen zu unterstützen: Wenn zum ersten Mal ein ladinischer Verteter ins Europäische Parlament gewählt werden könnte, wäre dies ein Meilenstein unserer Minderheitenpolitik“, schreiben die Ladinervertreter.
Mehr dazu unter >>>> www.perathoner.eu

